Hilfe: CG Looper

So kommst du von einer Druckdatei zu einer fertigen Druckserie für den Bambu Lab P1S. Alles läuft lokal in deinem Browser, deine Dateien bleiben auf deinem Rechner.

Inhalt

Erster Durchlauf

Schritt 1 von 5

  1. Dateien laden

    Wähle eine oder mehrere unveränderte .gcode oder .gcode.3mf aus oder ziehe sie ins Fenster. Weitere Auswahlen kommen zur Liste dazu. Hat eine Datei mehrere G-Code-Platten, wähle die gewünschte Platte der markierten Datei.

  2. Stückzahl und Reihenfolge festlegen

    Stell die Stückzahl je Datei ein und wähle „Abwechselnd“ oder „Als Paket“. 2 bedeutet zwei Drucke der jeweiligen Datei, nicht zwei zusätzliche Wiederholungen.

  3. Biegen und Ausräumen einstellen

    Lege Biege-Basis, Biegetiefe und Ausräumhöhe fest. Beim Laden einer Datei schlägt die App die Ausräumhöhe vor. Du kannst sie frei ändern, „Vorschlag übernehmen“ setzt sie zurück. Alle Z-Angaben sind absolute Druckerkoordinaten, nur die zusätzliche Biegetiefe nicht.

  4. Kühlung und Ausräummuster wählen

    Wähle Kühlung und Ausräummuster. Unter „Ausräum-G-Code ansehen“ prüfst du die erzeugte Sequenz.

  5. Herunterladen und beaufsichtigt prüfen

    Lade die gesamte Warteschlange als eine .gcode herunter. Bei genau einer Quelldatei aus einem 3MF-Paket gibt es zusätzlich .gcode.3mf. Deine Ausgangsdateien werden nicht überschrieben, und die App sendet nichts an einen Drucker. Prüfe den ersten Ablauf an deinem Aufbau beaufsichtigt.

Zum Nachschlagen

Starten und Voraussetzungen

CG Looper braucht keine Installation. Du kannst ihn auf dieser Webseite im Browser öffnen oder als Datei nutzen: CG-Looper.html doppelklicken, alternativ Start-CG-Looper.cmd starten.

Ein aktueller Edge-, Chrome- oder Firefox-Browser genügt. Getestet wurde Microsoft Edge unter Windows. Du brauchst kein Python, kein Node, keinen Webserver, keinen Internetzugang und kein Benutzerkonto. Die HTML-Datei enthält die gesamte Anwendung und lässt sich allein kopieren.

Deine Dateien werden ausschließlich lokal verarbeitet. Die Anwendung überträgt keine Datei an einen Drucker.

Mehrere Dateien und Reihenfolge

Jede Datei erscheint als eigene Karte mit Thumbnail, Druckzeit, Materialverbrauch und Stückzahl. Die markierte Karte bestimmt, welche Datei in der Bewegungs- und G-Code-Vorschau gezeigt wird.

Bei A × 3 und B × 2 ergeben sich diese Reihenfolgen:

ModusDruckreihenfolge
AbwechselndA → B → A → B → A
Als PaketA → A → A → B → B

Abwechselnd druckt pro Runde eine Kopie jeder noch offenen Datei. Dateien mit erreichter Stückzahl werden übersprungen. Die Reihenfolge der Liste änderst du mit dem Pfeil auf einer Karte. „Entfernen“ und „Liste leeren“ entfernen nur Einträge aus der App, keine Dateien von deinem Rechner.

Die Stückzahl stellst du auf der Karte oder unter „Anzahl · ausgewählte Datei“ ein. Auch die Ausräumhöhe gilt je Datei. Biegeparameter, Kühlung, Lüfter, Schachtspülung und Zwischenpause gelten gemeinsam für alle Dateien.

Vorschaubilder

Bei G-Code-3MF zeigt die App das PNG der ausgewählten Platte. Bei Klartext-G-Code oder fehlendem PNG erzeugt sie eine beschriftete 2D-Bahnvorschau der ersten Schicht. Das ist kein gerendertes 3D-Modell.

Ausräumen zwischen den Drucken

Zwischen zwei Drucken wird immer ausgeräumt, auch beim Wechsel zur nächsten Datei. „Nach dem letzten Druck ausräumen“ bezieht sich auf das Ende der gesamten Warteschlange. Jeder Druck verwendet seinen eigenen vollständigen Start- und Endcode. Die Dateien müssen zum gleichen physischen P1S-Aufbau passen. Abweichende oder fehlende Düsendurchmesser-Konfigurationen werden bei mehreren Dateien abgewiesen.

Exportgrenze: Mehrere unterschiedliche Quelldateien gibt die App als zusammenhängenden Klartext-G-Code aus. Ein gemeinsames 3MF-Paket gibt es nicht, weil die Metadaten der Dateien nicht mit denen nur einer Quelldatei gleichgesetzt werden dürfen. Bei einer Quelldatei bleibt der 3MF-Export erhalten.

Profile

Profile speichern Reihenfolge, Stückzahlen und die Ausräumhöhe je Datei. Lade zum Wiederherstellen zuerst dieselben Dateien und Platten und öffne dann das Profil. Die Zuordnung läuft über die G-Code-Prüfsumme und den Plattenpfad, fehlende oder veränderte Dateien werden gemeldet. Profile enthalten nicht die Druckdateien selbst. Geladene Druckdateien werden beim Neuladen des Browsers nicht automatisch wiederhergestellt.

Einstellungen

Das sind die Einstellungen mit ihren Standardwerten. Die Tabelle gibt die Vorgaben der README wieder.

EinstellungBedeutung / Standard
Stückzahl5 für die erste Datei, weitere Dateien beginnen mit 1
ReihenfolgeAbwechselnd oder paketweise, in der Reihenfolge der Dateiliste
Biege-BasisZ185 mm, entlastete Position
Biegetiefe+35 mm, Endposition Z220
Biegezyklen6 × Endposition → Basis
Z-Geschwindigkeit20 mm/s, begrenzt durch das Eingabeprofil
AusräumhöheAusgangswert 10 mm, beim Laden automatischer Vorschlag aus der Bauteilhöhe, manuell änderbar
Ausräumgeschwindigkeit50 mm/s
Mittelfahrten2 bei X125
RechenfahrtenX220, 190, 160, 130, 100, 70, 30; Y250 → Y0
Zweite RechenfahrtOptional, 200 mm/s
ParkhöheZ20,2 nach dem Ausräumen
Standard-KühlmodusTemperatur + zusätzliche Kühlpause
ZeitgesteuertBett aus, feste Kühlpause
Temperatur + zusätzliche Kühlpause60 Temperaturbefehle für 35 °C, danach 60 Sekunden feste Kühlpause
TemperaturgesteuertEin M190-S-Wartebefehl, danach optional eine einmalige Zusatzpause pro Ausräumvorgang
Zusatzpause nach Temperaturfreigabe0 bis 7200 Sekunden, Standard 0 (aus), nur im Temperaturmodus
Kühllüfter100 %, gemeinsam für Bauteil-, Zusatz- und Gehäuselüfter
Schachtspülung50 mm Filament bei 200 mm/min, ersetzt die Start-Spüllinie
Zwischenpause2 Sekunden nach dem Endcode
Letzten Druck ausräumenEin, ausschaltbar
Maximale Ausgabegröße1.024 MB, einstellbar von 250 bis 4.096 MB

Die „Biegetiefe“ ist ein Z-Hub, keine Messung der tatsächlichen Plattenverformung. Die Druck-Z-Korrektur und der Plattentyp bleiben wie in der Ausgangsdatei.

Profile speicherst und lädst du als JSON. Der Browser speichert gültige Einstellungen zusätzlich lokal, sofern seine Einstellungen das erlauben.

Automatischer Höhenvorschlag

Die Bauteilhöhe stammt aus max_z_height im G-Code. Der Vorschlag ist Bauteilhöhe minus 10 mm, bei Bauteilen unter 20 mm die halbe Bauteilhöhe, mindestens 0,2 mm, gerundet auf 0,01 mm.

Probier es aus
18,25 mm

Das ist eine einstellbare Kontakt-Höhe unterhalb der Oberkante, keine Kollisions- oder Formanalyse. Orientierungswert, den Wert prüfst du an deinem Aufbau.

Temperaturgesteuertes Warten

Der dritte Kühlmodus lässt den Drucker selbst auf die Zieltemperatur warten. Das gilt nur für G-Code:

M190 S40 ; wait for bed temperature (P1S)
M400 ; synchronize before plate bending
G4 S90 ; one additional wait after temperature release
M140 S0
; BENDING MOTION

Die 40 °C und 90 Sekunden sind Beispiele. Exportiert werden die Werte, die du eingestellt hast. Die Zusatzpause wird genau einmal pro Ausräumvorgang nach der Freigabe des Temperatur-Wartebefehls eingefügt. Mit 0 Sekunden entfällt sie. Die anderen Kühlmodi verwenden weiterhin ihre eigene feste Kühlpause, und die Zusatzpause ersetzt den Temperaturbefehl nicht. Es gibt keinen LAN-Helfer und keine Netzwerkverbindung.

Eine strikt garantierte Temperaturgrenze ist beim P1S nicht zugesichert. Der G-Code wartet bis zur Freigabe durch die Firmware, einschließlich ihrer Toleranzen und möglichen Zeitlimits. Ein Sollwert unter der Raumtemperatur kann außerdem unerreichbar sein. Prüfe das Verhalten an deinem Gerät.

Druckzeit und Wartezeit

Unter „Deine Druckserie“ stehen die Slicer-Zeit eines Drucks, die Zeit aller Druckdurchläufe, zusätzlich eingestellte feste Wartezeiten, eine Bewegungszeitschätzung und die geschätzte Seriendauer. Die Druckzeit liest die App aus total estimated time. Fehlt eine auswertbare Angabe, steht dort „Unbekannt“ statt eines erfundenen Werts.

Die Seriendauer ist die Summe aus Stückzahl × Slicer-Zeit jeder Datei, den zusätzlichen festen Pausen und der geschätzten Biege-, Ausräum- und Parkzeit. Das ist ein Orientierungswert: Beschleunigung wird nicht exakt simuliert. Temperaturabhängige Wartephasen sind nicht vorhersagbar und werden deshalb zusätzlich ausgewiesen.

Bei N Drucken gibt es N−1 Zwischenpausen. Gekühlt und ausgeräumt wird N-mal, oder N−1-mal, wenn das Ausräumen nach dem letzten Druck aus ist. Im Temperaturmodus zählt dafür die Zusatzpause, bei Zeit- und kombiniertem Modus die feste Kühlpause.

Planbare Wartezeit berechnen

Planbare Wartezeit

3 min 10 s

2 × 90 s Kühlen + 2 × 5 s Zwischenpause, dazu 2 temperaturabhängige Wartephasen

Orientierungswert. Die Standardwerte im Tool sind andere, hier steht das Beispiel aus der README.

Animierte Ausräumsequenz

Im Tool zeigt die Vorschau unter „Deine Druckserie“ links die Draufsicht auf XY und rechts die Z-Bewegung. Sie folgt den erzeugten Fahrbefehlen und startet nicht automatisch. Die Geschwindigkeitswahl verändert nur die Vorschau, nicht den exportierten G-Code.

Ein Ausräumvorgang läuft in vier Phasen:

  1. Biegen
  2. Anfahren der Ausräumhöhe
  3. Mittel- und Rechenfahrten
  4. Parken

Das Schema darunter zeigt dieses Prinzip zum Ausprobieren. Es ist eine Zeichnung, keine Simulation deines Drucks.

Draufsicht (XY)

Z-Wert

Phase 1 von 4: Biegen

  • Bereits gefahren
  • Aktuelle Fahrt
  • Z-Position
Schema: zeigt nur die Reihenfolge der Phasen. Wege, Z-Werte und Zeiten sind nicht maßstäblich. Z sind Druckerkoordinaten, keine Höhe über dem Bett. Kein Abbild deines Drucks und keine Kollisionssimulation.

Kompatibilität und Grenzen

CG Looper ist kein universeller G-Code-Looper. Er unterstützt den erkannten Start- und Endcode des Bambu Lab P1S mit OrcaSlicer. Andere Drucker, unbekannte Strukturen und bereits geloopte Dateien werden abgewiesen.

Die Software wurde automatisch und im Browser geprüft, aber nicht mechanisch an einem echten Drucker erprobt. Prüfe den ersten Ablauf an deinem Aufbau beaufsichtigt.

  • Ausgelegt ist er auf einen Bauraum von 256 × 256 × 250 mm.
  • Die festen Park- und Schachtpositionen passen zum P1S-Profil. Sie ersetzen keine Kollisionsprüfung für andere Umbauten.
  • Die eigentlichen Druckbahnen bleiben unverändert. Start, Homing, Kalibrierung, AMS-Entladen und Endcode werden bei jedem Durchlauf wiederholt. Optional ersetzt die Schachtspülung die Start-Spüllinie.
  • Die App erhält keine tatsächliche Betttemperatur. Die feste Kühlpause ist frei einstellbar und startet standardmäßig bei 60 Sekunden. Bei temperaturbasierten Modi entscheidet die Firmware des Druckers über die Freigabe, ihr Verhalten musst du am Gerät prüfen.
  • Der 3MF-Export übernimmt Metadaten, Vorschaubilder und andere Platten unverändert und aktualisiert G-Code und MD5 der ausgewählten Platte. Das ZIP wird ohne Kompression geschrieben und ist daher größer. Slicer-Zeiten, Materialangaben und Fortschrittsmeldungen im Paket beziehen sich weiterhin auf einen Einzeldruck.
  • Maximal 20 Quelldateien mit je höchstens 100 MB, zusammen höchstens 250 MB entpackte Eingabedaten. Die geschätzte G-Code-Ausgabe ist standardmäßig auf 1.024 MB begrenzt und unter „Ausgabegröße & Arbeitsspeicher“ zwischen 250 und 4.096 MB einstellbar. Ab 250 MB warnt die App wegen des Speichers. Insgesamt sind höchstens 100 Drucke möglich. ZIP64 und verschlüsselte ZIPs werden nicht unterstützt.

Lizenz

Der Quellcode ist einsehbar, aber nicht Open Source. Erlaubt ist ausschließlich die unveränderte private, nichtkommerzielle Nutzung. Kommerzielle Nutzung, Weiterentwicklung, Veränderung und Weiterverteilung brauchen eine vorherige schriftliche Genehmigung. Maßgeblich ist die Datei LICENSE.